Fragen - Antworten

Viele Fragen, Vorurteile und auch Hemmungen gibt es zu dem Thema "Psychotherapie". Ich habe meinem Umfeld zugehört und mir die Fragen aufgeschrieben, die am häufigsten aufkamen. Nachfolgend finden Sie die Antworten dazu. 

Übernehmen Krankenkassen die Kosten der Therapie?

Heilpraktiker/-innen für Psychotherapie (HPP) werden privat gezahlt; eine Kostenübernahme durch Gesetzliche Krankenversicherungen findet nicht statt. Meine Therapiesitzung kostet 80,00 Euro. In der Regel besteht kaum eine Wartezeit und die Sitzung dauert 60 bis 70 Minuten. Private Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerkosten in unterschiedlichem Umfang. In vielen Fällen kann die Therapie steuerlich abgesetzt werden unter "außergewöhnliche Belastungen". 

 

 

Eine Psychotherapie brauchen doch nur kranke Menschen, oder?

Leider wird das durch das Gesundheitssystem so definiert. Dieses Bild ist allerdings nicht zeitgemäß. Eine Psychotherapie kann jedem Menschen helfen, der mit Sorgen aufwacht, dem seine Aufgaben über den Kopf wachsen oder dessen Körper sich zum Beispiel mit Schlafstörungen bemerkbar macht. Kurzum: Wenn unsere Lebensqualität leidet, kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein. 

 

 

Werde ich für verrückt gehalten, wenn ich zur Therapie gehe?

Sich um seine gesunde seelische Verfassung kümmern zu wollen, hat hauptsächlich etwas mit einer hohen Verantwortung sich selbst gegenüber zu tun. Und ist somit überhaupt nicht als verrückt anzusehen, sondern eher als vorausschauend und fürsorglich.

 

 

Werde ich auf Burn Out oder Depression geprüft?

Ich höre mir zunächst an, warum Sie zu mir gekommen sind. Im Gespräch werde ich Ihnen Fragen stellen, die auch darauf abzielen, mögliche Erkrankungen erkennen oder ausschließen zu können. Das ist ein Teil meiner Sorgfaltspflicht. Aber keine Angst: Sie haben keinen Pauschal-Burn Out oder mal eben eine Depression. Beides sind ernst zu nehmende Störungen, für die es klare Kriterien gibt. Das heißt, es gibt klare Abgrenzungen zu vorübergehenden Stimmungsschwankungen und einer Depression. Fragen dazu beantworte ich Ihnen gern im Gespräch.

 

 

Bin ich nicht einfach zu schwach oder zu faul, um ein Stimmungstief zu überwinden oder mein Problem zu lösen?

Natürlich erlebt jeder Mensch auch einmal Phasen, in denen er nicht so gut drauf ist. Das ist völlig normal. Dauert diese Phase jedoch länger an, leidet auch das Umfeld darunter oder zeigt der Körper erste Abwehrreaktionen, halte ich eine Therapie oder zumindest ein Coaching für sinnvoll. Eine Therapie heißt nicht, dass sie automatisch über Jahre dauern muss. Manche Probleme lassen sich durch wenige Sitzungen reduzieren, denn ich bin für Ihr Anliegen eine neutrale Person und kann daher einen klareren Blick dafür haben.

 

Leider erleben Menschen Situationen, die nur schwer allein aushaltbar sind. Mobbing, der Verlust eines geliebten Menschen, andauernde Überlastungen, Trennungen, Unfälle und Ängste werfen jeden aus der Bahn. Das ist normal, da wir Menschen und keine Roboter sind.

 

 

Wie läuft denn so eine Therapie ab?

Das Erstgespräch dient unserem Kennenlernen, Ihrem Thema, dem Klären von Organisatorischem und Ihrer Motivation, eine Therapie zu machen. Wegen welchen Schwierigkeiten sind Sie da und wie lange haben Sie diese schon? Haben Sie weitere Beschwerden? Was erwarten Sie von der Therapie? Nutzen Sie das Gespräch auch für die Klärung Ihrer Fragen. Und der Prüfung, ob die Chemie zwischen uns stimmt.

 

Die nachfolgenden Treffen dienen ausschließlich Ihnen und Ihren Themen. Ich gebe Ihnen respektvoll Freiraum und werde Dinge hinterfragen, wenn sie mir noch nicht ganz klar sind. Wichtig ist: Sie haben die Regie. Wenn Ihnen Fragen zu weit gehen, sagen Sie „Stopp“.

 

Wann Sie eine Therapie beenden, liegt ebenfalls bei Ihnen. Wenn Sie bemerken, dass es Ihnen spürbar besser geht oder Sie gelernt haben, anders mit Ihren Themen umzugehen, besprechen wir einfach das Therapieende.

 

 

Was ist, wenn mir der Therapeut/die Therapeutin nicht zusagt?

Eine Therapie ist immer Vertrauenssache. Entscheiden Sie auf jeden Fall selbst, ob die Chemie von Ihrer Seite her stimmt oder nicht. Scheuen Sie sich nicht vor offenen Worten, denn es geht schließlich um Sie.

 

 

Und vom Reden allein verschwinden meine Probleme?

Eine Psychotherapie sind entlastende und/oder aufarbeitende Gespräche und andere Interventionen (z. B. Anteilsarbeit). Es wird über Gedanken, Gefühle und dessen Zusammenhänge sowie über Vergangenes oder Aktuelles gesprochen. Mal laut, mal leise. Was eben gerade angebracht ist. Während Sie bei Freunden oder in der Familie Bewertungen unterliegen, können Sie bei mir frei sprechen, ohne Bewertungen fürchten zu müssen. Erst dann ist eine echte Bearbeitung des Themas möglich. Und übrigens: Alle Therapeuten, und somit auch ich, unterliegen einer Schweigepflicht. Das bedeutet, dass das Gesprochene in den vier Wänden bleibt und auch die ggf. gemachten Notizen nicht in dritte Hände geraten.

 

 

Muss ich alles erzählen? Von der Kindheit bis heute?

Die Psychoanalyse ist ein Therapieverfahren, das Ihr ganzes Leben beleuchtet. Weitere Therapieverfahren wie die Humanistische Therapie, die systemische Therapie oder die Verhaltenstherapie – um nur einige zu nennen – beschäftigen sich mit dem Thema, das Sie mitbringen. Und nicht zwangsweise mit Ihrem ganzen Lebensweg.

 

 

Werde ich unbemerkt manipuliert?

Therapeutinnen und Therapeuten müssen zusätzlich zu Ihrer Zulassung (wissenschaftlich) anerkannte Fachausbildungen absolvieren. Das heißt, sie lernen unterschiedliche Verfahren, wie sie die Menschen, die zu ihnen kommen, begleiten können. Seriöse Therapeuten haben die Verfahren nicht nur erlernt, sondern auch selbst Erfahrungen damit gemacht. Der Schwerpunkt liegt immer auf der Begleitung eines Menschens und seinem Problem. Und nicht auf der Steuerung dessen.